Samstag, 9. Mai 2015
Samstag, 2. Mai 2015
...Weltenbummler
Irgendwie war das Jahr ganz anders geplant. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass ich von Ende Mai bis Mitte August im Grunde nur unterwegs bin.
Mittlerweile habe ich den JR Railpass für drei Wochen bestellt sowie eine SIM-Karte um auf dem Kumano Kodo doch irgendwie immer erreichbar zu sein bzw. jederzeit erreichen zu können. Ich bin immer wieder begeistert, wie super der Service für Touristen in Japan ist, obwohl man noch gar nicht dort ist. Außerdem bin ich so gut wie durch mit dem ersten Assimil Band und erfreue mich an jedem Wort, dass ich in japanischen Filmen verstehe.
Zudem muss ich derzeit zusehen, wie ich nochmal ein paar Wanderungen zum Training unternehmen kann. Irgendwie läuft das alles kurios. Letzte Woche die Nachricht: Du fliegst Ende für ein paar Tage in die Türkei. Hmmm... Ferienhaus am Meer... For free... Leider ist das Ganze mit Arbeit verbunden. Man kann halt nicht alles haben. Außerdem beschleicht mich das ungute Gefühl, dort auf größere Exemplare an Spinnen zu stoßen. Die im Garten find ich ja schon eklig, aber meine Schüler berichteten von handtellergroßen Viechern. Einer der Berichtserstatter erwähnte zudem auch noch, er hätte mal gelesen, man würde im Leben so etwa 8 Spinnen im Schlaf essen. Was, wenn es umgedreht genauso ist? Haps! Und weg bin ich... Ich verdränge vorerst.
Eigentlich habe ich für sowas keine Zeit. Abgesehen von der folgenden Fortbildungswoche, welche direkt folgt, geht es dann auch gleich in das ehemalige Jugoslawien. 10 Tage Projektfahrt zum Thema Balkankriege in den 90ern. Auf dem Plan stehen Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo. Die Fahrt stellt die Kirsche der Sahnehaube dar, die leider nicht immer so sahnig war. Das Einlesen in die Thematik im Laufe des Schuljahres war da super spannend und dennoch habe ich auch nach wochenlanger Lektüre das Gefühl, nicht genug zu wissen.
Hoffentlich wird die Fahrt Mitte Juni Licht ins Dunkel bringen. Ich werde berichten...
Ansonsten: Nur noch79 Tage, dann geht's los ans andere Ende der Welt.
Mittlerweile habe ich den JR Railpass für drei Wochen bestellt sowie eine SIM-Karte um auf dem Kumano Kodo doch irgendwie immer erreichbar zu sein bzw. jederzeit erreichen zu können. Ich bin immer wieder begeistert, wie super der Service für Touristen in Japan ist, obwohl man noch gar nicht dort ist. Außerdem bin ich so gut wie durch mit dem ersten Assimil Band und erfreue mich an jedem Wort, dass ich in japanischen Filmen verstehe.
Zudem muss ich derzeit zusehen, wie ich nochmal ein paar Wanderungen zum Training unternehmen kann. Irgendwie läuft das alles kurios. Letzte Woche die Nachricht: Du fliegst Ende für ein paar Tage in die Türkei. Hmmm... Ferienhaus am Meer... For free... Leider ist das Ganze mit Arbeit verbunden. Man kann halt nicht alles haben. Außerdem beschleicht mich das ungute Gefühl, dort auf größere Exemplare an Spinnen zu stoßen. Die im Garten find ich ja schon eklig, aber meine Schüler berichteten von handtellergroßen Viechern. Einer der Berichtserstatter erwähnte zudem auch noch, er hätte mal gelesen, man würde im Leben so etwa 8 Spinnen im Schlaf essen. Was, wenn es umgedreht genauso ist? Haps! Und weg bin ich... Ich verdränge vorerst.
Eigentlich habe ich für sowas keine Zeit. Abgesehen von der folgenden Fortbildungswoche, welche direkt folgt, geht es dann auch gleich in das ehemalige Jugoslawien. 10 Tage Projektfahrt zum Thema Balkankriege in den 90ern. Auf dem Plan stehen Kroatien, Bosnien-Herzegowina und Kosovo. Die Fahrt stellt die Kirsche der Sahnehaube dar, die leider nicht immer so sahnig war. Das Einlesen in die Thematik im Laufe des Schuljahres war da super spannend und dennoch habe ich auch nach wochenlanger Lektüre das Gefühl, nicht genug zu wissen.
Hoffentlich wird die Fahrt Mitte Juni Licht ins Dunkel bringen. Ich werde berichten...
Ansonsten: Nur noch79 Tage, dann geht's los ans andere Ende der Welt.
Sonntag, 5. April 2015
...am Vorbereiten
Viel ist passiert in den letzten drei Monaten. Zwischenzeitlich ließ ich die Vorbereitungen für ein paar Wochen liegen und ließ mich ziemlich hängen. Nach einem gehörigen verbalen Tritt in den Hintern durch einen guten Freund, wurstelte ich mich stundenlang durch Blogs, Touristeninfoseiten und Testberichten bis mich das Reisefieber voll erfasste. Der derzeitige Stand der Dinge:
1. Eigentlich liebe ich Spontanität. Diesmal möchte ich aber ungern etwas dem Zufall überlassen. So beschloss ich, diesmal jede Nacht vorzubuchen. Mittlerweile fehlen mir auch nur noch drei Nächte.
Die größten Probleme hatte ich anfänglich meine Wanderung auf dem Kumano Kodo zu organisieren. Zu ländlich ist doch die Gegend auf der Kii-Halbinsel um an jeder Ecke ein Hotel zu erwarten. Per Zufall bekam ich dann Hilfe über einen anderen Blog. Vielen Dank nochmal :) Auch die Touristenseite der Heiligen Pilgerwege ermöglichen bequem Unterkünfte zu buchen, selbst wenn man des Japanischen nicht mächtig ist. (Um Englisch kommt man dennoch nicht herum).
Einfach unter der Kategorie "Accomodations" die gewünschten Orte eingeben, Unterkunft auswählen und Buchungsanfrage stellen (Bei einigen Unterkünften ist es sogar möglich ein Lunchpaket für die weitere Tour mitzubestellen, in anderen wiederum werden keine Kinder aufgenommen). Das Toruistenbüro leitet dann die Anfrage an die Unterkünfte, meist Minshukus (eine Art kleine Familienpension), weiter. Haben diese Plätze frei, kann über einen gesendeten Link per Kreditkarte gezahlt werden. Achtung! Es muss innerhalb von 48h gezahlt werden, da sonst die Reservierung erlischt.
Ansonsten bin ich schon unglaublich gespannt auf den Ryokan in Yonumine, einem für seine heißen Quellen bekannter Ort.
Da es letztes Mal schon nicht geklappt hat, habe ich diesmal bewusst nach Kapselhotels, die auch Frauen aufnehmen gesucht. Fündig geworden bin ich in Osaka. Hier gibt es tatsächlich eines nur für Frauen.
Insgesamt reicht mein Buchungsspektrum nun von Jugendherberge (sogar mit der in Takayama von letztem Mal) bis hin zum teuren Ryokan über den Dächern von Tokyo. Man gönnt sich ja sonst nichts und es ist der hoffnungsvolle Versuch mich in der letzten Nacht mit dieser Stadt auszusöhnen.
2. Eine liebe Freundin riet mir dringend zu verünftigen Wanderschuhen. Anfänglich sträubte sich in mir alles angesichts der subtropischen Wetterbedingungen und überhaupt, ich hatte geplant was zu schreiben mit dem Titel "In Chucks über den Kumano Kodo"... Oder so. Letztendlich siegte die Vernunft. Also ab ins nächste Sportgeschäft mit dem Plan auch gleich eine Ganganalyse zu machen um möglichen Knieschmerzen vorzubeugen.
Da standen wir nun vor einer kleinen Plattform mit aufgedruckten Fußumrissen. Zum Messen der Gewichtsverteilung auf dem Fuß. Die bessere Hälfte und ich schauten uns nur skeptisch an, schüttelten den Kopf und verließen wieder das Geschäft. Am nächsten Tag klemmte ich mich also ans Telefon des nächstbesten Orthopädieladens und machte einen Termin aus. Erst entgleisten mir sämtliche Gesichtszüge als ich die Kosten von 105€ hörte. Letztendlich stellte sich dies aber als gute Investition heraus.
Im Zeitraum von einer Stunde wurden die unterschiedlichsten Test an meinen Füßen durchgeführt und mir wurde immer schlechter, als ich bei jedem Mitarbeiter ein "ohoh!" vernahm.
Das Fazit: Spreizfuß, zu schwache seitliche Oberschenkelmuskulatur, nach innen knickende Fußgelenke (übrigens u.a. durch das jahrelange Tragen von Chucks... Irgendwie Ironie des Schicksals) und verkürzte Muskulatur in den hinteren Beinen... Verdammt ich bin ein Krüppel! Zumindest weiß ich jetzt woher meine Knieprobleme kommen.
Das positive des Ganzen: Ich besitze jetzt Einlagen, welche für meine neuen Wanderschuhe eingepasst sind und mir ein wunderbares Gefühl beim Gehen geben.
Und hier sind meine neuen Schmuckstücke:
Nach meinem ersten Probespaziergang stellte ich übrigens fest: Sneakersocken darin sind blöd. Ich hätte auf besagte Freundin hören sollen. Nachdem ich aufgrund einer am Bund geriebenen Blase eine Woche lang so gut wie gar nicht laufen konnte, verfüge ich nun auch über Trekkingsocken, welche ich günstig im Lidl erstanden habe.
3. Im Grunde stand schon von Anfang an fest, dass es diesmal nicht der Rucksack vom letzten Mal wird. So suchte ich stundelang im Internet nach guten Trekkingrucksäcken, welche auch in mein Budget passen. Die ganze Sucherei wurde dann dadurch unterbrochen, dass mir plötzlich ein Rucksack der Bundeswehr in perfekter Größe was Stauraum und Gurte betrifft unter die Nase gehalten wurde. "Lag noch unterm Bett!"
Yeah! Lächeln ins Gesicht gezaubert. Nach der letzten Tour ist einer meiner wichtigsten Erfahrungswerte: An guter Ausrüstung sollte man nicht sparen! Vor allem was den Rücken betrifft.
4. Die Sprache: Schon letztes Mal versuchte ich mich mit ein paar Brocken Japanisch durchzuschlagen. War mir im Nachhinein zu wenig. Also wieder die Lehrbücher rausgekramt und schon nach ein paar Seiten unglücklich: Ich steh einfach nicht auf Vokabeln auswendig lernen. Das ist nicht nur langweilig für mich, sondern ich finde es auch irgendwie uneffektiv. Nach weiteren Recherchen bin ich dann über Assimil gestolpert.
Dieser Verlag arbeitet mit einer Methode, welche tatsächlich autodidaktisch hervorragend für mich funktioniert. Keine permanenten Übungen, in welchen man sich wieder in ein Klassenzimmer zurückversetzt fühlt mit typischen Sprüchen: "And all together now!"
Vielmehr liest man pro Lektion ein paar Sätze auf japanisch und danach die Übersezung. Bei jeder neuen grammatikalischen Erscheinung gibt es Anmerkungen. Vokabeln lernen ist nicht notwendig, da sich alle Wörter mehrmals wiederholen und sich einfach durch den Kontext leichter einprägen.
Nachteil ist zwar, dass die Audio-CD's seperat gekauft werden müssen und auch nicht gerade günstig sind, aber abgesehen davon lohnt es sich wirklich. Das Material ist umfangreich und gibt einem schnell Erfolgserlebnisse. Und zudem beschränken sich die zwei Bände nicht nur auf die Stufe A1 und A2, sondern bis B2. Ein Aspekt der auf dem deutschen Markt der Sprachlehrbücher nicht zu unterschätzen ist.
Nun denn
Habt ein schönes Osterfest, ich werde fleißig weiterlernen.
1. Eigentlich liebe ich Spontanität. Diesmal möchte ich aber ungern etwas dem Zufall überlassen. So beschloss ich, diesmal jede Nacht vorzubuchen. Mittlerweile fehlen mir auch nur noch drei Nächte.
Die größten Probleme hatte ich anfänglich meine Wanderung auf dem Kumano Kodo zu organisieren. Zu ländlich ist doch die Gegend auf der Kii-Halbinsel um an jeder Ecke ein Hotel zu erwarten. Per Zufall bekam ich dann Hilfe über einen anderen Blog. Vielen Dank nochmal :) Auch die Touristenseite der Heiligen Pilgerwege ermöglichen bequem Unterkünfte zu buchen, selbst wenn man des Japanischen nicht mächtig ist. (Um Englisch kommt man dennoch nicht herum).
Einfach unter der Kategorie "Accomodations" die gewünschten Orte eingeben, Unterkunft auswählen und Buchungsanfrage stellen (Bei einigen Unterkünften ist es sogar möglich ein Lunchpaket für die weitere Tour mitzubestellen, in anderen wiederum werden keine Kinder aufgenommen). Das Toruistenbüro leitet dann die Anfrage an die Unterkünfte, meist Minshukus (eine Art kleine Familienpension), weiter. Haben diese Plätze frei, kann über einen gesendeten Link per Kreditkarte gezahlt werden. Achtung! Es muss innerhalb von 48h gezahlt werden, da sonst die Reservierung erlischt.
Ansonsten bin ich schon unglaublich gespannt auf den Ryokan in Yonumine, einem für seine heißen Quellen bekannter Ort.
Da es letztes Mal schon nicht geklappt hat, habe ich diesmal bewusst nach Kapselhotels, die auch Frauen aufnehmen gesucht. Fündig geworden bin ich in Osaka. Hier gibt es tatsächlich eines nur für Frauen.
Insgesamt reicht mein Buchungsspektrum nun von Jugendherberge (sogar mit der in Takayama von letztem Mal) bis hin zum teuren Ryokan über den Dächern von Tokyo. Man gönnt sich ja sonst nichts und es ist der hoffnungsvolle Versuch mich in der letzten Nacht mit dieser Stadt auszusöhnen.
2. Eine liebe Freundin riet mir dringend zu verünftigen Wanderschuhen. Anfänglich sträubte sich in mir alles angesichts der subtropischen Wetterbedingungen und überhaupt, ich hatte geplant was zu schreiben mit dem Titel "In Chucks über den Kumano Kodo"... Oder so. Letztendlich siegte die Vernunft. Also ab ins nächste Sportgeschäft mit dem Plan auch gleich eine Ganganalyse zu machen um möglichen Knieschmerzen vorzubeugen.
Da standen wir nun vor einer kleinen Plattform mit aufgedruckten Fußumrissen. Zum Messen der Gewichtsverteilung auf dem Fuß. Die bessere Hälfte und ich schauten uns nur skeptisch an, schüttelten den Kopf und verließen wieder das Geschäft. Am nächsten Tag klemmte ich mich also ans Telefon des nächstbesten Orthopädieladens und machte einen Termin aus. Erst entgleisten mir sämtliche Gesichtszüge als ich die Kosten von 105€ hörte. Letztendlich stellte sich dies aber als gute Investition heraus.
Im Zeitraum von einer Stunde wurden die unterschiedlichsten Test an meinen Füßen durchgeführt und mir wurde immer schlechter, als ich bei jedem Mitarbeiter ein "ohoh!" vernahm.
Das Fazit: Spreizfuß, zu schwache seitliche Oberschenkelmuskulatur, nach innen knickende Fußgelenke (übrigens u.a. durch das jahrelange Tragen von Chucks... Irgendwie Ironie des Schicksals) und verkürzte Muskulatur in den hinteren Beinen... Verdammt ich bin ein Krüppel! Zumindest weiß ich jetzt woher meine Knieprobleme kommen.
Das positive des Ganzen: Ich besitze jetzt Einlagen, welche für meine neuen Wanderschuhe eingepasst sind und mir ein wunderbares Gefühl beim Gehen geben.
Und hier sind meine neuen Schmuckstücke:
Nach meinem ersten Probespaziergang stellte ich übrigens fest: Sneakersocken darin sind blöd. Ich hätte auf besagte Freundin hören sollen. Nachdem ich aufgrund einer am Bund geriebenen Blase eine Woche lang so gut wie gar nicht laufen konnte, verfüge ich nun auch über Trekkingsocken, welche ich günstig im Lidl erstanden habe.
3. Im Grunde stand schon von Anfang an fest, dass es diesmal nicht der Rucksack vom letzten Mal wird. So suchte ich stundelang im Internet nach guten Trekkingrucksäcken, welche auch in mein Budget passen. Die ganze Sucherei wurde dann dadurch unterbrochen, dass mir plötzlich ein Rucksack der Bundeswehr in perfekter Größe was Stauraum und Gurte betrifft unter die Nase gehalten wurde. "Lag noch unterm Bett!"
Yeah! Lächeln ins Gesicht gezaubert. Nach der letzten Tour ist einer meiner wichtigsten Erfahrungswerte: An guter Ausrüstung sollte man nicht sparen! Vor allem was den Rücken betrifft.
4. Die Sprache: Schon letztes Mal versuchte ich mich mit ein paar Brocken Japanisch durchzuschlagen. War mir im Nachhinein zu wenig. Also wieder die Lehrbücher rausgekramt und schon nach ein paar Seiten unglücklich: Ich steh einfach nicht auf Vokabeln auswendig lernen. Das ist nicht nur langweilig für mich, sondern ich finde es auch irgendwie uneffektiv. Nach weiteren Recherchen bin ich dann über Assimil gestolpert.
Dieser Verlag arbeitet mit einer Methode, welche tatsächlich autodidaktisch hervorragend für mich funktioniert. Keine permanenten Übungen, in welchen man sich wieder in ein Klassenzimmer zurückversetzt fühlt mit typischen Sprüchen: "And all together now!"
Vielmehr liest man pro Lektion ein paar Sätze auf japanisch und danach die Übersezung. Bei jeder neuen grammatikalischen Erscheinung gibt es Anmerkungen. Vokabeln lernen ist nicht notwendig, da sich alle Wörter mehrmals wiederholen und sich einfach durch den Kontext leichter einprägen.
Nachteil ist zwar, dass die Audio-CD's seperat gekauft werden müssen und auch nicht gerade günstig sind, aber abgesehen davon lohnt es sich wirklich. Das Material ist umfangreich und gibt einem schnell Erfolgserlebnisse. Und zudem beschränken sich die zwei Bände nicht nur auf die Stufe A1 und A2, sondern bis B2. Ein Aspekt der auf dem deutschen Markt der Sprachlehrbücher nicht zu unterschätzen ist.
Nun denn
Habt ein schönes Osterfest, ich werde fleißig weiterlernen.
Mittwoch, 21. Januar 2015
... in heller Aufregung
Neujahrsvorsätze waren noch nie so meins... Abnehmen, mehr Sport machen, Rauchen aufhören etc. etc. Ist doch sowieso alles nach wenigen Wochen wieder hinfällig. Aber sich eine schöne Unternehmung vornehmen und mich zu meinem runden Geburtstag selbst beschenken, das wäre schon eher was.
Da saß ich nun mit einer Freundin kurz nach Weihnachten in einer kleinen Bar in Magdeburg und gestand ihr, dass da so eine verrückte Idee durch meinen Kopf schwirrt: Ich will wieder nach Japan! Allein! Und dort auf dem Kumano Kodo pilgern und einiges anderes. Für so verrückt wurde sie gar nicht erklärt und die Pläne in meinem Kopf verdichteten sich.
In der Neujahrsnacht dann der besseren Hälfte vom Vorhaben erzählt und Zuspruch gefunden: Mach das! Auf jeden Fall!
Nur Zuspruch hab ich bis jetzt auch nicht gefunden. Oma ist ein wenig schockiert: "Ganz ALLEIN? Kind!!!" Ja! Ganz allein!
In Japan ist das ja glücklicherweise möglich. Rückblickend auf den vergangenen Trip, werde ich jedoch diesmal einiges anders machen:
1. Besser planen! Hat zwar letztes Mal alles irgendwie immer geklappt, aber eine Situation wie in Naruto muss ich nicht nochmal haben, als wir schon regelrecht penetrant werden musste, dass uns die Touristeninfo ein Zimmer suchte. Ist mir im Nachhinein immer noch peinlich so aufdringlich gewesen zu sein.
2. Weniger Gepäck! Nur das Notwendigste. Wenn es mich 170km an der pazifischen Küste zu Fuß entlang führt, will ich nicht schon nach einer Stunde wegen Rückenschmerzen aufgeben.
Und bevor ich doch wieder einen Rückzieher mache bzw. die Ticketpreise bis zum Sommer in die Höhe schnellen, habe ich dann heute spontan gebucht. Aeroflot... Russische Airline. Ich bin gespannt. Auf jeden Fall wird die Flugzeit diesmal wesentlich kürzer, daraus habe ich beim letzten Mal definitiv gelernt.
Nie wieder 12 Stunden Flughafen in Shanghai!
Da saß ich nun mit einer Freundin kurz nach Weihnachten in einer kleinen Bar in Magdeburg und gestand ihr, dass da so eine verrückte Idee durch meinen Kopf schwirrt: Ich will wieder nach Japan! Allein! Und dort auf dem Kumano Kodo pilgern und einiges anderes. Für so verrückt wurde sie gar nicht erklärt und die Pläne in meinem Kopf verdichteten sich.
In der Neujahrsnacht dann der besseren Hälfte vom Vorhaben erzählt und Zuspruch gefunden: Mach das! Auf jeden Fall!
Nur Zuspruch hab ich bis jetzt auch nicht gefunden. Oma ist ein wenig schockiert: "Ganz ALLEIN? Kind!!!" Ja! Ganz allein!
In Japan ist das ja glücklicherweise möglich. Rückblickend auf den vergangenen Trip, werde ich jedoch diesmal einiges anders machen:
1. Besser planen! Hat zwar letztes Mal alles irgendwie immer geklappt, aber eine Situation wie in Naruto muss ich nicht nochmal haben, als wir schon regelrecht penetrant werden musste, dass uns die Touristeninfo ein Zimmer suchte. Ist mir im Nachhinein immer noch peinlich so aufdringlich gewesen zu sein.
2. Weniger Gepäck! Nur das Notwendigste. Wenn es mich 170km an der pazifischen Küste zu Fuß entlang führt, will ich nicht schon nach einer Stunde wegen Rückenschmerzen aufgeben.
Und bevor ich doch wieder einen Rückzieher mache bzw. die Ticketpreise bis zum Sommer in die Höhe schnellen, habe ich dann heute spontan gebucht. Aeroflot... Russische Airline. Ich bin gespannt. Auf jeden Fall wird die Flugzeit diesmal wesentlich kürzer, daraus habe ich beim letzten Mal definitiv gelernt.
Nie wieder 12 Stunden Flughafen in Shanghai!
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Kichern
Wo ich gerade schon von Getränken geschrieben habe. Wer nach Lissabon reist sollte unbedingt den Sauerkirschlikör Ginjinha (Dschinja ausgesprochen) probieren. Hierzu gibt es verschiedene Möglickeiten. Auf dem Plaza do Comercio gibt es zwei kleine Stände. Einer direkt am Ufer des Tejo (eine kleine Außenstelle des Originalladens) und einer direkt am Arco de Rua Augusta. Empfehlenswert ist auf jeden Fall ersterer. Hier bekommt man in sein Gläschen noch eine Kirsche für nur einen Euro. Am anderen Stand wiederum ist der Likör auch in einem Schokoladenbecher zu erstehen. Also je nachdem was man mag.
Direkt am Largo de São Domingos findet sich dann der kleine Laden "A Ginjinha", in welchem das Kirschwässerchen seinen Ursprung fand. In dieser Stehbar sind die Becherchen, in welchen ausgeschenkt wird etwas größer als dem, der sich am Tejo befindet. Kostet dann auch ein paar Cent mehr, dafür gibts aber zwei bis drei Kirschen dazu ;). Auf diesem Platz ist auch den ganzen Tag reges Treiben. Tagsüber besichtigen viele die Igreja de São Domingos und das dazugehörige Mahnmal "Lisboa, Cidade da Tolerância", welches an das Massaker von 1506 an der jüdsichen Bevölkerung gedenkt.Abends wird man hier des öfteren von etwas spezielleren Straßenhändlern angesprochen. Aufdringlich werden diese jedoch eher seltener.
Wer seinen Ginjinha etwas milder mag, probiert diesen in der kleinen Bar schräg gegenüber. Hier wird das Getränk sogar noch in Gläsern ausgeschenkt. Auch kann man das eine oder andere Tröpfchen, wie zum Beispiel Anislikör probieren.
Ich für meinen Teil, habe mehr Geschmack an dem Original gefunden, stellte aber nur nach zwei Becherchen fest, dass dieses edle Tröpfchen mich doch ziemlich schnell kicherig macht.
Na denn Prost!
Direkt am Largo de São Domingos findet sich dann der kleine Laden "A Ginjinha", in welchem das Kirschwässerchen seinen Ursprung fand. In dieser Stehbar sind die Becherchen, in welchen ausgeschenkt wird etwas größer als dem, der sich am Tejo befindet. Kostet dann auch ein paar Cent mehr, dafür gibts aber zwei bis drei Kirschen dazu ;). Auf diesem Platz ist auch den ganzen Tag reges Treiben. Tagsüber besichtigen viele die Igreja de São Domingos und das dazugehörige Mahnmal "Lisboa, Cidade da Tolerância", welches an das Massaker von 1506 an der jüdsichen Bevölkerung gedenkt.Abends wird man hier des öfteren von etwas spezielleren Straßenhändlern angesprochen. Aufdringlich werden diese jedoch eher seltener.
Wer seinen Ginjinha etwas milder mag, probiert diesen in der kleinen Bar schräg gegenüber. Hier wird das Getränk sogar noch in Gläsern ausgeschenkt. Auch kann man das eine oder andere Tröpfchen, wie zum Beispiel Anislikör probieren.
Ich für meinen Teil, habe mehr Geschmack an dem Original gefunden, stellte aber nur nach zwei Becherchen fest, dass dieses edle Tröpfchen mich doch ziemlich schnell kicherig macht.
Na denn Prost!
Kaffee trinken
In meinem Reiseführer steht, die Portugiesen würden ihren Kaffee lieben. Der "Kaffee" stellte sich dann ganz schnell als Espresso heraus. Und dieser hatte es in sich. Sicher, auch hier gab es Qualitätsunterschiede, die meisten ließen einem aber die Pumpe ordentlich abgehen.
So entpuppte sich unser erstes Frühstück im Hotel (sicher nicht gerade eines der Vorzeigeexemplare) als regelrechtes Experiment.
Versuch 1: Der Kaffeeautomat
Eine Weile stand ich davor mit meiner leeren Tasse in der Hand. Leichtes unsicheres Kratzen am Kopf. Tasse erstmal drunter gestellt und Mut gezeigt indem ich irgendeine Taste drückte. Es war Café Americano. Juhuu! Richtig getippt. Die Tasse füllt sich mit Kaffee bis oben hin. Auch der besseren Hälfte vom Erfolg unterrichtet. Da saßen wir nun beide am Frühstückstisch. Ich nahm einen Schluck. Ich hatte das Gefühl, dass automatisch im selben Augenblick mein Puls hochschnellte. Jörn wiederum wollte dem Getränk durch einen ordentlichen Schluck Milch zu mehr Milde verhelfen. Das Schwarz in der Kaffeetasse hellte sich nur minimal auf.
Versuch 2: Der Kaffe aus dem Thermosbehälter
Auf jeden Fall nicht ganz so pupillenerweiternd. Zumindest an diesem Tag nicht. Nur einen Tag später muss jemand anderes den Kaffee gekocht haben. Hier konnte man dann wieder bequem den Löffel aufrecht in das Getränk stellen.
Versuch 3: Espresso aus dem Kaffeeautomaten
Boah!!! Was zur Hölle? Der Espresso quälte sich angesichts seiner Konsistenz regelrecht Tropfen für Tropfen aus der Maschine und bestand dann fast nur aus Schaum. Dieser wiederum erinnerte mich geschmacklich an meine vergangene WG-Zeit, als wir mal vergessen hatten die Kaffeemaschine auszustellen und der Restkaffee, dann so eine komische klebrige Masse wurde. Zumindest erinnerte mich der Geruch daran.
Versuch 4:Außerhalb Espresso trinken
Super Idee! Einfach nur lecker... Keks wie in Deutschland gibts aber nicht dazu ;)
So entpuppte sich unser erstes Frühstück im Hotel (sicher nicht gerade eines der Vorzeigeexemplare) als regelrechtes Experiment.
Versuch 1: Der Kaffeeautomat
Eine Weile stand ich davor mit meiner leeren Tasse in der Hand. Leichtes unsicheres Kratzen am Kopf. Tasse erstmal drunter gestellt und Mut gezeigt indem ich irgendeine Taste drückte. Es war Café Americano. Juhuu! Richtig getippt. Die Tasse füllt sich mit Kaffee bis oben hin. Auch der besseren Hälfte vom Erfolg unterrichtet. Da saßen wir nun beide am Frühstückstisch. Ich nahm einen Schluck. Ich hatte das Gefühl, dass automatisch im selben Augenblick mein Puls hochschnellte. Jörn wiederum wollte dem Getränk durch einen ordentlichen Schluck Milch zu mehr Milde verhelfen. Das Schwarz in der Kaffeetasse hellte sich nur minimal auf.
Versuch 2: Der Kaffe aus dem Thermosbehälter
Auf jeden Fall nicht ganz so pupillenerweiternd. Zumindest an diesem Tag nicht. Nur einen Tag später muss jemand anderes den Kaffee gekocht haben. Hier konnte man dann wieder bequem den Löffel aufrecht in das Getränk stellen.
Versuch 3: Espresso aus dem Kaffeeautomaten
Boah!!! Was zur Hölle? Der Espresso quälte sich angesichts seiner Konsistenz regelrecht Tropfen für Tropfen aus der Maschine und bestand dann fast nur aus Schaum. Dieser wiederum erinnerte mich geschmacklich an meine vergangene WG-Zeit, als wir mal vergessen hatten die Kaffeemaschine auszustellen und der Restkaffee, dann so eine komische klebrige Masse wurde. Zumindest erinnerte mich der Geruch daran.
Versuch 4:Außerhalb Espresso trinken
Super Idee! Einfach nur lecker... Keks wie in Deutschland gibts aber nicht dazu ;)
Donnerstag, 23. Oktober 2014
in den Strassen von Lissabon
Nun haben wir mittlerweile den dritten Tag in Lissabon. Meine Beine machen sich doch so langsam bemerkbar. Dies liegt auch hauptsächlich an meiner Schuhwahl. Wer hügelige Landschaften nicht gewohnt ist und Die Stadt zu Fuß erkunden möchte, ist mit Absatzschuhen, scheuernden Ballerinas und Plastik-FlipFlops schlecht beraten. Ich habe alles ausprobiert und meine Füße haben mir mittlerweile den Krieg erklärt. Also bin ich gestern Abend zu bequemen flachen Turnschuhen übergegangen.
Generell habe ich Lissabon schlecht eingeschätzt. Ich hätte die Stadt viel größer vermutet. Umso überraschter waren wir, als uns bewusst wurde, dass wir uns schon zwei Stadtteile weiterbefanden während wir uns auf der Suche nach einer bestimmten Sehenswürdigkeit befanden.
Aus diesem Grund ist auch eine gute Stadtkarte nur bedingt hilfreich. Viele kleine Gassen sind namentlich nicht bzw. überhaupt nicht eingetragen. Die vielen Hügel, Treppen und verschlungenen Gassen machen einen Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer. Da aber wie schon erwähnt Lissabon auf der Fläche gesehen nicht sehr weit auseinander gezogen ist, landet man irgendwann immer wieder an größeren Sehenswürdigkeiten oder schönen Aussichtspunkten, von denen aus eine weitere Orientierung gut möglich ist.
Ein Verlaufen ist also dauerhaft ausgeschlossen. Man kann auch getrost die Karte zu Hause lassen und stößt auf diesem Wege häufiger auf interessante Dinge, fernab des Tourismuses. Nur gezielt etwas finden ist für den ortsfremden eine echte Herausforderung.
So fanden wir nur durch Zufall ein kleines mosambikisches Restaurant. Zwar hatte ich im Reiseführer davon gelesen, die Suche aber schnell aufgegeben. Dann entdeckten wir die Beco da Farinha als wir vom Castelo São Jorges aus (übrigens die 8,50€ schon allein wegen der Aussichtwert durchaus wert) die Straße, welche um die Burg herum führt, entlang schlenderten. In dieser kleinen Gasse hängen Fotografien der Britin Camilla Watson. Die Aufnahmen zeigen die älteren Bewohner der Gegend und zeigen eine Facette von Lissabon, in welche man als Aussenstehender normalerweise keinen Einblick hat.
Am Ende der Gasse entdeckten wir kleine unscheinbare Tische und ein selbstgemaltes Schild: Cantinho do Aziz. Also doch noch gefunden. Es gibt eine kleine übersichtliche Karte mit fairen Preisen. Bis 16 Uhr gibt es einige Gerichte sogar als Mittagsangebot für 4,99 bzw. 5,99€. Dafür gibt es nicht nur das Gericht, sondern noch ein Getränk nach Wahl, ein Stück Obst zum Dessert und ein Espresso dazu. Das Essen ist schlicht, aber sehr lecker. Alles in allem sehr empfehlenswert.
Der Espresso und allgemein der Kaffee ist dann noch einmal eine Geschichte für sich. Bis dahin...
Generell habe ich Lissabon schlecht eingeschätzt. Ich hätte die Stadt viel größer vermutet. Umso überraschter waren wir, als uns bewusst wurde, dass wir uns schon zwei Stadtteile weiterbefanden während wir uns auf der Suche nach einer bestimmten Sehenswürdigkeit befanden.
Aus diesem Grund ist auch eine gute Stadtkarte nur bedingt hilfreich. Viele kleine Gassen sind namentlich nicht bzw. überhaupt nicht eingetragen. Die vielen Hügel, Treppen und verschlungenen Gassen machen einen Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer. Da aber wie schon erwähnt Lissabon auf der Fläche gesehen nicht sehr weit auseinander gezogen ist, landet man irgendwann immer wieder an größeren Sehenswürdigkeiten oder schönen Aussichtspunkten, von denen aus eine weitere Orientierung gut möglich ist.
Ein Verlaufen ist also dauerhaft ausgeschlossen. Man kann auch getrost die Karte zu Hause lassen und stößt auf diesem Wege häufiger auf interessante Dinge, fernab des Tourismuses. Nur gezielt etwas finden ist für den ortsfremden eine echte Herausforderung.
So fanden wir nur durch Zufall ein kleines mosambikisches Restaurant. Zwar hatte ich im Reiseführer davon gelesen, die Suche aber schnell aufgegeben. Dann entdeckten wir die Beco da Farinha als wir vom Castelo São Jorges aus (übrigens die 8,50€ schon allein wegen der Aussichtwert durchaus wert) die Straße, welche um die Burg herum führt, entlang schlenderten. In dieser kleinen Gasse hängen Fotografien der Britin Camilla Watson. Die Aufnahmen zeigen die älteren Bewohner der Gegend und zeigen eine Facette von Lissabon, in welche man als Aussenstehender normalerweise keinen Einblick hat.
Am Ende der Gasse entdeckten wir kleine unscheinbare Tische und ein selbstgemaltes Schild: Cantinho do Aziz. Also doch noch gefunden. Es gibt eine kleine übersichtliche Karte mit fairen Preisen. Bis 16 Uhr gibt es einige Gerichte sogar als Mittagsangebot für 4,99 bzw. 5,99€. Dafür gibt es nicht nur das Gericht, sondern noch ein Getränk nach Wahl, ein Stück Obst zum Dessert und ein Espresso dazu. Das Essen ist schlicht, aber sehr lecker. Alles in allem sehr empfehlenswert.
Der Espresso und allgemein der Kaffee ist dann noch einmal eine Geschichte für sich. Bis dahin...
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