Wo ich gerade schon von Getränken geschrieben habe. Wer nach Lissabon reist sollte unbedingt den Sauerkirschlikör Ginjinha (Dschinja ausgesprochen) probieren. Hierzu gibt es verschiedene Möglickeiten. Auf dem Plaza do Comercio gibt es zwei kleine Stände. Einer direkt am Ufer des Tejo (eine kleine Außenstelle des Originalladens) und einer direkt am Arco de Rua Augusta. Empfehlenswert ist auf jeden Fall ersterer. Hier bekommt man in sein Gläschen noch eine Kirsche für nur einen Euro. Am anderen Stand wiederum ist der Likör auch in einem Schokoladenbecher zu erstehen. Also je nachdem was man mag.
Direkt am Largo de São Domingos findet sich dann der kleine Laden "A Ginjinha", in welchem das Kirschwässerchen seinen Ursprung fand. In dieser Stehbar sind die Becherchen, in welchen ausgeschenkt wird etwas größer als dem, der sich am Tejo befindet. Kostet dann auch ein paar Cent mehr, dafür gibts aber zwei bis drei Kirschen dazu ;). Auf diesem Platz ist auch den ganzen Tag reges Treiben. Tagsüber besichtigen viele die Igreja de São Domingos und das dazugehörige Mahnmal "Lisboa, Cidade da Tolerância", welches an das Massaker von 1506 an der jüdsichen Bevölkerung gedenkt.Abends wird man hier des öfteren von etwas spezielleren Straßenhändlern angesprochen. Aufdringlich werden diese jedoch eher seltener.
Wer seinen Ginjinha etwas milder mag, probiert diesen in der kleinen Bar schräg gegenüber. Hier wird das Getränk sogar noch in Gläsern ausgeschenkt. Auch kann man das eine oder andere Tröpfchen, wie zum Beispiel Anislikör probieren.
Ich für meinen Teil, habe mehr Geschmack an dem Original gefunden, stellte aber nur nach zwei Becherchen fest, dass dieses edle Tröpfchen mich doch ziemlich schnell kicherig macht.
Na denn Prost!
Mittwoch, 29. Oktober 2014
Kaffee trinken
In meinem Reiseführer steht, die Portugiesen würden ihren Kaffee lieben. Der "Kaffee" stellte sich dann ganz schnell als Espresso heraus. Und dieser hatte es in sich. Sicher, auch hier gab es Qualitätsunterschiede, die meisten ließen einem aber die Pumpe ordentlich abgehen.
So entpuppte sich unser erstes Frühstück im Hotel (sicher nicht gerade eines der Vorzeigeexemplare) als regelrechtes Experiment.
Versuch 1: Der Kaffeeautomat
Eine Weile stand ich davor mit meiner leeren Tasse in der Hand. Leichtes unsicheres Kratzen am Kopf. Tasse erstmal drunter gestellt und Mut gezeigt indem ich irgendeine Taste drückte. Es war Café Americano. Juhuu! Richtig getippt. Die Tasse füllt sich mit Kaffee bis oben hin. Auch der besseren Hälfte vom Erfolg unterrichtet. Da saßen wir nun beide am Frühstückstisch. Ich nahm einen Schluck. Ich hatte das Gefühl, dass automatisch im selben Augenblick mein Puls hochschnellte. Jörn wiederum wollte dem Getränk durch einen ordentlichen Schluck Milch zu mehr Milde verhelfen. Das Schwarz in der Kaffeetasse hellte sich nur minimal auf.
Versuch 2: Der Kaffe aus dem Thermosbehälter
Auf jeden Fall nicht ganz so pupillenerweiternd. Zumindest an diesem Tag nicht. Nur einen Tag später muss jemand anderes den Kaffee gekocht haben. Hier konnte man dann wieder bequem den Löffel aufrecht in das Getränk stellen.
Versuch 3: Espresso aus dem Kaffeeautomaten
Boah!!! Was zur Hölle? Der Espresso quälte sich angesichts seiner Konsistenz regelrecht Tropfen für Tropfen aus der Maschine und bestand dann fast nur aus Schaum. Dieser wiederum erinnerte mich geschmacklich an meine vergangene WG-Zeit, als wir mal vergessen hatten die Kaffeemaschine auszustellen und der Restkaffee, dann so eine komische klebrige Masse wurde. Zumindest erinnerte mich der Geruch daran.
Versuch 4:Außerhalb Espresso trinken
Super Idee! Einfach nur lecker... Keks wie in Deutschland gibts aber nicht dazu ;)
So entpuppte sich unser erstes Frühstück im Hotel (sicher nicht gerade eines der Vorzeigeexemplare) als regelrechtes Experiment.
Versuch 1: Der Kaffeeautomat
Eine Weile stand ich davor mit meiner leeren Tasse in der Hand. Leichtes unsicheres Kratzen am Kopf. Tasse erstmal drunter gestellt und Mut gezeigt indem ich irgendeine Taste drückte. Es war Café Americano. Juhuu! Richtig getippt. Die Tasse füllt sich mit Kaffee bis oben hin. Auch der besseren Hälfte vom Erfolg unterrichtet. Da saßen wir nun beide am Frühstückstisch. Ich nahm einen Schluck. Ich hatte das Gefühl, dass automatisch im selben Augenblick mein Puls hochschnellte. Jörn wiederum wollte dem Getränk durch einen ordentlichen Schluck Milch zu mehr Milde verhelfen. Das Schwarz in der Kaffeetasse hellte sich nur minimal auf.
Versuch 2: Der Kaffe aus dem Thermosbehälter
Auf jeden Fall nicht ganz so pupillenerweiternd. Zumindest an diesem Tag nicht. Nur einen Tag später muss jemand anderes den Kaffee gekocht haben. Hier konnte man dann wieder bequem den Löffel aufrecht in das Getränk stellen.
Versuch 3: Espresso aus dem Kaffeeautomaten
Boah!!! Was zur Hölle? Der Espresso quälte sich angesichts seiner Konsistenz regelrecht Tropfen für Tropfen aus der Maschine und bestand dann fast nur aus Schaum. Dieser wiederum erinnerte mich geschmacklich an meine vergangene WG-Zeit, als wir mal vergessen hatten die Kaffeemaschine auszustellen und der Restkaffee, dann so eine komische klebrige Masse wurde. Zumindest erinnerte mich der Geruch daran.
Versuch 4:Außerhalb Espresso trinken
Super Idee! Einfach nur lecker... Keks wie in Deutschland gibts aber nicht dazu ;)
Donnerstag, 23. Oktober 2014
in den Strassen von Lissabon
Nun haben wir mittlerweile den dritten Tag in Lissabon. Meine Beine machen sich doch so langsam bemerkbar. Dies liegt auch hauptsächlich an meiner Schuhwahl. Wer hügelige Landschaften nicht gewohnt ist und Die Stadt zu Fuß erkunden möchte, ist mit Absatzschuhen, scheuernden Ballerinas und Plastik-FlipFlops schlecht beraten. Ich habe alles ausprobiert und meine Füße haben mir mittlerweile den Krieg erklärt. Also bin ich gestern Abend zu bequemen flachen Turnschuhen übergegangen.
Generell habe ich Lissabon schlecht eingeschätzt. Ich hätte die Stadt viel größer vermutet. Umso überraschter waren wir, als uns bewusst wurde, dass wir uns schon zwei Stadtteile weiterbefanden während wir uns auf der Suche nach einer bestimmten Sehenswürdigkeit befanden.
Aus diesem Grund ist auch eine gute Stadtkarte nur bedingt hilfreich. Viele kleine Gassen sind namentlich nicht bzw. überhaupt nicht eingetragen. Die vielen Hügel, Treppen und verschlungenen Gassen machen einen Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer. Da aber wie schon erwähnt Lissabon auf der Fläche gesehen nicht sehr weit auseinander gezogen ist, landet man irgendwann immer wieder an größeren Sehenswürdigkeiten oder schönen Aussichtspunkten, von denen aus eine weitere Orientierung gut möglich ist.
Ein Verlaufen ist also dauerhaft ausgeschlossen. Man kann auch getrost die Karte zu Hause lassen und stößt auf diesem Wege häufiger auf interessante Dinge, fernab des Tourismuses. Nur gezielt etwas finden ist für den ortsfremden eine echte Herausforderung.
So fanden wir nur durch Zufall ein kleines mosambikisches Restaurant. Zwar hatte ich im Reiseführer davon gelesen, die Suche aber schnell aufgegeben. Dann entdeckten wir die Beco da Farinha als wir vom Castelo São Jorges aus (übrigens die 8,50€ schon allein wegen der Aussichtwert durchaus wert) die Straße, welche um die Burg herum führt, entlang schlenderten. In dieser kleinen Gasse hängen Fotografien der Britin Camilla Watson. Die Aufnahmen zeigen die älteren Bewohner der Gegend und zeigen eine Facette von Lissabon, in welche man als Aussenstehender normalerweise keinen Einblick hat.
Am Ende der Gasse entdeckten wir kleine unscheinbare Tische und ein selbstgemaltes Schild: Cantinho do Aziz. Also doch noch gefunden. Es gibt eine kleine übersichtliche Karte mit fairen Preisen. Bis 16 Uhr gibt es einige Gerichte sogar als Mittagsangebot für 4,99 bzw. 5,99€. Dafür gibt es nicht nur das Gericht, sondern noch ein Getränk nach Wahl, ein Stück Obst zum Dessert und ein Espresso dazu. Das Essen ist schlicht, aber sehr lecker. Alles in allem sehr empfehlenswert.
Der Espresso und allgemein der Kaffee ist dann noch einmal eine Geschichte für sich. Bis dahin...
Generell habe ich Lissabon schlecht eingeschätzt. Ich hätte die Stadt viel größer vermutet. Umso überraschter waren wir, als uns bewusst wurde, dass wir uns schon zwei Stadtteile weiterbefanden während wir uns auf der Suche nach einer bestimmten Sehenswürdigkeit befanden.
Aus diesem Grund ist auch eine gute Stadtkarte nur bedingt hilfreich. Viele kleine Gassen sind namentlich nicht bzw. überhaupt nicht eingetragen. Die vielen Hügel, Treppen und verschlungenen Gassen machen einen Spaziergang zu einem kleinen Abenteuer. Da aber wie schon erwähnt Lissabon auf der Fläche gesehen nicht sehr weit auseinander gezogen ist, landet man irgendwann immer wieder an größeren Sehenswürdigkeiten oder schönen Aussichtspunkten, von denen aus eine weitere Orientierung gut möglich ist.
Ein Verlaufen ist also dauerhaft ausgeschlossen. Man kann auch getrost die Karte zu Hause lassen und stößt auf diesem Wege häufiger auf interessante Dinge, fernab des Tourismuses. Nur gezielt etwas finden ist für den ortsfremden eine echte Herausforderung.
So fanden wir nur durch Zufall ein kleines mosambikisches Restaurant. Zwar hatte ich im Reiseführer davon gelesen, die Suche aber schnell aufgegeben. Dann entdeckten wir die Beco da Farinha als wir vom Castelo São Jorges aus (übrigens die 8,50€ schon allein wegen der Aussichtwert durchaus wert) die Straße, welche um die Burg herum führt, entlang schlenderten. In dieser kleinen Gasse hängen Fotografien der Britin Camilla Watson. Die Aufnahmen zeigen die älteren Bewohner der Gegend und zeigen eine Facette von Lissabon, in welche man als Aussenstehender normalerweise keinen Einblick hat.
Am Ende der Gasse entdeckten wir kleine unscheinbare Tische und ein selbstgemaltes Schild: Cantinho do Aziz. Also doch noch gefunden. Es gibt eine kleine übersichtliche Karte mit fairen Preisen. Bis 16 Uhr gibt es einige Gerichte sogar als Mittagsangebot für 4,99 bzw. 5,99€. Dafür gibt es nicht nur das Gericht, sondern noch ein Getränk nach Wahl, ein Stück Obst zum Dessert und ein Espresso dazu. Das Essen ist schlicht, aber sehr lecker. Alles in allem sehr empfehlenswert.
Der Espresso und allgemein der Kaffee ist dann noch einmal eine Geschichte für sich. Bis dahin...
Donnerstag, 16. Oktober 2014
in Vorfreude
Nachdem kurzfristig im Sommer nur Ostsee drin war, entschieden wir uns vor geraumer Zeit doch dem nahenden Herbst wenigstens für eine Woche zu entfliehen. Und wenn ich mir so draußen das nasse Wetter anschaue muss ich diese Idee posthum für gut befinden.
Die Flucht führt uns nach Lissabon. Ich hatte mir ohnehin vorgenommen nach und nach die Hauptstädte von Europa zu bereisen. Also Urlaub genommen... okay, erkämpft trifft es eher... und tapfer verteidigt. Was ich einmal habe, lasse ich genauso wenig los wie Gollum seinen Ring.
Der Gedanke an Lissabon lässt mich schon jetzt in einer Sehnsucht schwelgen, die ich lange nicht mehr gespürt habe. Mal wieder weg von hier, eine andere Mentalität an Menschen kennenlernen. Ich bin sehr gespannt auf die Fados und das Lebensgefühl "Saudade", auch wenn es heißt, dass Nichteinheimische das Wort niemals verstehen werden.
Ich möchte das salzige Wasser des Atlantiks riechen.
Ich möchte die Straßenkunst sehen.
Möchte über den Tejo spazieren.
Ein Pastéis de Nata probieren.
Die Flucht führt uns nach Lissabon. Ich hatte mir ohnehin vorgenommen nach und nach die Hauptstädte von Europa zu bereisen. Also Urlaub genommen... okay, erkämpft trifft es eher... und tapfer verteidigt. Was ich einmal habe, lasse ich genauso wenig los wie Gollum seinen Ring.
Der Gedanke an Lissabon lässt mich schon jetzt in einer Sehnsucht schwelgen, die ich lange nicht mehr gespürt habe. Mal wieder weg von hier, eine andere Mentalität an Menschen kennenlernen. Ich bin sehr gespannt auf die Fados und das Lebensgefühl "Saudade", auch wenn es heißt, dass Nichteinheimische das Wort niemals verstehen werden.
Ich möchte das salzige Wasser des Atlantiks riechen.
Ich möchte die Straßenkunst sehen.
Möchte über den Tejo spazieren.
Ein Pastéis de Nata probieren.
Dienstag, 27. November 2012
bei Freunden
Irgendwie wurde mir erst bewusst,
wie viel ich einigen Menschen bedeute, als ich mehr brauchte als einen
erhobenen Daumen auf Facebook.
Der Irrglaube, wir wären sozial
integriert, je mehr unserer Statusnachrichten kommentiert werden, bereitet mir Übelkeit.
Da will ich mir die Seele aus dem Leib kotzen und nicht nur das letzte Bier
ausm Fonte für 3,10€ vorige Nacht. Wenn ich dieses Bier nicht sowieso gerade
von einem lieben Freund spendiert bekommen habe, der zwar weiß, dass Alkohol
keine Probleme löst, aber das tut ja Wasser bekanntlich auch nicht. Dafür
reicht so ein Freund mir Tabak, Paper und Filter, obwohl ich gerade eigentlich
nicht rauchen will. Einfach so. Um auf subtile Art und Weise dem besoffenen
Lebensphilosophen, der gerade auf mich einredet ohne mich zu kennen, warum ich
nicht glücklich werden kann, klarzumachen, dass jetzt nicht der richtige
Zeitpunkt ist ihm zuzuhören.
Richtige Freunde posten nicht nur
Fotos von ihrer Geburtstagstorte, sie laden mich dazu ein. Selbst wenn ich nur
noch ein Schatten meiner Selbst bin. Wahre Freunde zeigen mir im Internet nicht
wo sie gerade sind, sondern sie sind bei mir, wenn ich das Gefühl habe, die
Welt geht unter.
Denen ich wichtig bin, die
klopfen morgens an meiner Tür und zwingen mich aufzustehen, wenn ich mich dazu
nicht in der Lage fühle.
Freunde sind es auch nach dem
dritten Anruf am Tag nicht leid, weil sie wissen, dass ich woanders nicht nach
Antworten fragen brauche, da ich sie dort nicht finden werde. Sie kommen sogar
weite Strecken bis zu mir, um sie am Boden von zwei Flaschen Wein zu suchen.
Freunde kochen und berichten
darüber nicht auf ihrer Pinwand. Sie tun es für mich, weil sie nicht mehr mit
ansehen können, wie ich lieber verhungern würde, als in meinem Leid zu
ertrinken.
Es gibt Tage, da schmerzt es
älter zu werden. Die Zeit wird schneller und es gibt in dieser Generation nur
noch wenige Konstanten. Aber wir werden erwachsen, ob wir wollen oder nicht.
Jeder hat sein eigenes Leben, das er versucht auf die Reihe zu bekommen. Der
eine schafft es mehr, der andere weniger. Die es weniger packen, können sich
glücklich schätzen, wenn nicht nur Mitleid bekundende Kommentare auf Facebook
einprasseln. Sondern wenn da jemand ist, der sich bei strömendem Regen, in der
bittersten Kälte und tiefsten Nacht die Schuhe anzieht, sich den Regenschirm
nimmt und Kilometer weit laufen würde, um Trost zu spenden.
Echte Freunde sind da, wenn das
Glück geht. Und diese Freundschaften sind nicht mit einem Mausklick zu
schließen. Sie werden mit einer Umarmung besiegelt.
Für Dani, Tobi, Regina, Falko und
Uli…und alle anderen, die mich derzeit ertragen. Danke
Freitag, 29. Juni 2012
... humpeln
Ich habe am Dienstag ein ziemlich großes Déjavu an Japan erhalten. Scheinbar habe ich mir damals bei der Besteigung des Fujisans die Kniee hingehunzt. War aber auch ein beknackter Tag. Erst habe ich morgens festgestellt, dass ich am Vorabend beim Hochgehen meinen Mopedschlüssel verloren habe, den aber mittlerweile ein lieber Nachbar mir in den Briefkasten warf. Nichtsdestotrotz musste ich erstmal mit Bus zum ersten Job wo ich natürlich fast eine ganze Stunde zu spät kam. Nachdem ich mir im Anschluss einen neuen Zündschlüssel organisierte, bin ich zum neuen Job und unterwegs nochmal tanken. Natürlich im Stress gleich mal das Portmonee vergessen und so stand ich völlig zerknirscht in der Tanke und durfte aber Adresse da lassen um am nächsten Tag zu bezahlen. Als ich dann bei meinem neuen Job ankam, erwartete mich der erste Haken seit ich dort angefangen habe: Mit den zu betreuenden Jugendlichen joggen! JOGGEN?! Jede Sportart, mittlerweile meinetwegen auch Fahrradfahren. Aber JOGGEN? Na ja, was solls. In den sauren Apfel gebissen und losgesteppt, nur um dann eine Stunde später die selben Schmerzen wie letzten Sommer zu haben. Treppen wurden wieder zum Feind, besonders nach unten und jeder kleine Weg dauerte Minuten durch sich immer wieder versteifende Gelenke. Meine derzeitige Vermutung: ich hab mir bei Dani und meiner Poweraktion letztes Jahr irgendwas mit den Knieen weggeholt. Muss ich nächste Woche unbedingt mal abchecken lassen.
Deshalb hier ein kleiner Tip an alle, die vorhaben auf den Fujisan zu tigern: Übernehmt euch nicht, vor allem wenn ihr ohnehin schon schwache Gelenke habt. Nehmt Bandagen und Kühl- bzw. Schmerzsalbe mit. Kein Abenteuer dieser Welt ist es wert, sich die Gesundheit zu ruinieren. (Auch wenn ich selber es nicht ein bisschen bereue, die Aktion durchgezogen zu haben ;) )
Deshalb hier ein kleiner Tip an alle, die vorhaben auf den Fujisan zu tigern: Übernehmt euch nicht, vor allem wenn ihr ohnehin schon schwache Gelenke habt. Nehmt Bandagen und Kühl- bzw. Schmerzsalbe mit. Kein Abenteuer dieser Welt ist es wert, sich die Gesundheit zu ruinieren. (Auch wenn ich selber es nicht ein bisschen bereue, die Aktion durchgezogen zu haben ;) )
Montag, 15. August 2011
...auf dem Fuji
Ja. Ihr lest richtig. Vorletzte Nacht ging es auf den Fujisan. Da Ronald nicht mit wollte, packten Dani und ich warme Klamotten, ein Lunchpaket und ein Erste Hilfe Paeckchen zusammen und los ging es. Was wir natuerlich auch dabei hatten, was man hier in Japan in der Hitze nie vergessen darf ist ein Handtuch. Es erwies sich tatsaelich als sehr praktisch. Am Anfang des Aufstieges war es nuetzlich zum Schweiss abwischen, spaeter diente das Teil als Schal und beim Abstieg fungierte es als Kopfbedeckung zum Schutz vor der Sonne.
Angekommen an der 5. Station, wo fast alle den Aufstieg beginnen, erwartete uns wie fast ueberall ein reines Souvenirparadies. Motiviert und gut gelaunt begannen wir unseren Anstieg. Hier war nun auch schon eine Menge los. Als wir dann aber an der 6. Station ankamen, blieben unsere Muender erstmal offen stehen. Da schlaengelte sich ein regelrechtes sich bewegendes Lichtermeer bis zum Gipfel. Allein ist man in Japan eben nirgends.
Was sich uns dann bot, war der Hammer. Je hoeher wir kletterten umso teurer wurden Getraenke und Lebensmittel an den Stationen, wo man pausieren konnte. So kostete oben eine Instantnudelsuppe mal locker 600Yen. Ausserdem sind die Toiletten dort nicht umsonst, sondern kosten 200.
An der 8.Station etwa verliessen Dani die Kraefte und ich bin alleine weiter. Ihr werdet es nicht glauben. Obwohl ich schon fast oben war, musste ich anstehen. Auf einem Berg, der mal locker 3776m hoch ist! Und zwar 3 Stunden!
Dafuer wurde ich mit einer atemberaubenden Aussicht auf den Sonnenaufgang belohnt. Dieser wurde von den etwa 2000 anderen Menschen dort oben mit einem froehlichen Banzai! begruesst. Dies uebertoente sogar die marktschreieraehnlichen Zustaende, die sort oben herrschten.
Dani erlebte derweil ganz andere Ausmasse des Kommerzes. Sie suchte in einer der Huetten Unterschlupf und schluerfte dort fuer 400Yen einen Spucknapf heisse Schokolade (wir hatten immerhin nur noch 9Grad). Nach einer viertel Stunde wurde sie hoeflich hinaus gebeten. Eine Stunde Aufenthalt haette schlappe 2000Yen (umgerechnet uebrigens 20Euro) gekostet.
Nach allen Strapazen ging es den kuenstlich angelegten Weg bergab. Das war nun wirklich nervig. Immer im Zickzack 2 Stunden die gleiche Steigung bergab.
So... nun kann ich meine Beine vergessen. Wuensch ich mir zu Weihnachten halt ein paar Neue.
Und denkt dran: Vergesst niemals euer Handtuch!
Angekommen an der 5. Station, wo fast alle den Aufstieg beginnen, erwartete uns wie fast ueberall ein reines Souvenirparadies. Motiviert und gut gelaunt begannen wir unseren Anstieg. Hier war nun auch schon eine Menge los. Als wir dann aber an der 6. Station ankamen, blieben unsere Muender erstmal offen stehen. Da schlaengelte sich ein regelrechtes sich bewegendes Lichtermeer bis zum Gipfel. Allein ist man in Japan eben nirgends.
Was sich uns dann bot, war der Hammer. Je hoeher wir kletterten umso teurer wurden Getraenke und Lebensmittel an den Stationen, wo man pausieren konnte. So kostete oben eine Instantnudelsuppe mal locker 600Yen. Ausserdem sind die Toiletten dort nicht umsonst, sondern kosten 200.
An der 8.Station etwa verliessen Dani die Kraefte und ich bin alleine weiter. Ihr werdet es nicht glauben. Obwohl ich schon fast oben war, musste ich anstehen. Auf einem Berg, der mal locker 3776m hoch ist! Und zwar 3 Stunden!
Dafuer wurde ich mit einer atemberaubenden Aussicht auf den Sonnenaufgang belohnt. Dieser wurde von den etwa 2000 anderen Menschen dort oben mit einem froehlichen Banzai! begruesst. Dies uebertoente sogar die marktschreieraehnlichen Zustaende, die sort oben herrschten.
Dani erlebte derweil ganz andere Ausmasse des Kommerzes. Sie suchte in einer der Huetten Unterschlupf und schluerfte dort fuer 400Yen einen Spucknapf heisse Schokolade (wir hatten immerhin nur noch 9Grad). Nach einer viertel Stunde wurde sie hoeflich hinaus gebeten. Eine Stunde Aufenthalt haette schlappe 2000Yen (umgerechnet uebrigens 20Euro) gekostet.
Nach allen Strapazen ging es den kuenstlich angelegten Weg bergab. Das war nun wirklich nervig. Immer im Zickzack 2 Stunden die gleiche Steigung bergab.
So... nun kann ich meine Beine vergessen. Wuensch ich mir zu Weihnachten halt ein paar Neue.
Und denkt dran: Vergesst niemals euer Handtuch!
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